
Die Behörden nehmen es mit den Fakten und der Geschichte nicht so genau, wenn es um den Chemiemüll im Klybeck geht. Das kritisieren die «Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz» (AefU) in einer Medienmitteilung.
Seit Jahren stehen das Amt für Umwelt und Energie (AUE) bzw. das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU) Basel-Stadt unter Regierungsrat Kaspar Sutter (SP), zu dem es gehört, in der Kritik. Diese bezieht sich vor allem auf die Umsetzung der Altlastenverordnung. Jüngstes Beispiel für das fragwürdige Vorgehen der Basler Behörden sei die Antwort der Regierung auf die Interpellation von Heidi Mück (BASTA). Sie stellte Fragen zum «Chemiemüll beim Spielplatz Ackermätteli». Die Antwort enthält laut AefU teils Fehler, lässt Wichtiges aus und zeugt von einer ahistorischen Herangehensweise.
Die AefU führen drei Beispiele an:
- Die Regierung verweist auf drei Grundwassermessstellen, die es gar nicht gebe;
- sie lasse ausser Acht, dass es 1980 ganz andere Voraussetzungen herrschten als heute, was den Umgang mit Chemiemüll angehe;
- und sie scheine aus früheren Berichten nur zu zitieren, was ihr passt.
Die Antwort der Regierung auf die Interpellation Mück zeigt laut AefU einmal mehr, wie fragwürdig der Kanton Basel-Stadt und insbesondere das AUE mit dem Chemiemüll im Klybeck umgeht. Das müsse sich endlich ändern. Darum fordern die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz die Basler Regierung einmal mehr auf, das Thema nicht weiter zu verschleppen, sondern endlich den Sondermüll unter den Strassen und Plätzen im Klybeck zu untersuchen und – wenn notwendig – zu sanieren.
Medienmitteilung der AefU vom 19.11.2025 (PDF)
Interpellation von Heidi Mück (BASTA) betreffend
«Chemiemüll beim Spielplatz Ackermätteli» (PDF)